Mit dem Regenwurm hin zu einem zukunftsfähigen Dauerwald

Das Agrarbündnis lädt  ein zum Vortrag mit anschließender Diskussion

am 25.5.18 um 20 Uhr im Gasthaus Gruber in Weibhausen

mit Ludwig Pertl,
Förster und Leiter des Projektes „Links4Soils – Lebenswerter Alpenraum“:

am Folgetag am 26.5.18 ist eine Exkursion
um 9.30 Uhr, Treffpunkt ist am Bahnhof Weibhausen.

 

Mit dem Regenwurm hin zu einem zukunftsfähigen Dauerwald –
Vortrag und Exkursion am 25.5. und 26.5. in Weibhausen
Der Klimawandel mit höheren Temperaturen, mit mehr und längeren Heiß-Trockenphasen in der Vegetationszeit, bedeutet eine Änderung der „Spielregeln“ im Naturhaushalt. War früher die Temperatur unser begrenzender Wachstumsfaktor, so wird in Zukunft das „pflanzenverfügbare Wasser“ in der Vegetationsperiode der Minimumfaktor sein. Somit entscheidet die Bodenleistung, ob wir in Zukunft mehr produzieren und eine ausreichende Ökosystemleistung erhalten, oder ob wir eine spürbare Verschlechterung wegen der fehlenden Anpassung verursacht haben.
Ein voll funktionsfähiger Boden mit seinem guten Humus ist daher unsere wichtigste Anpassungsmaßnahme. Dabei spielen der Regenwurm und seine Leistung eine herausragende Rolle. Er löst die Problembereiche: Versauerung, Stickstoffeintrag, Biodiversität, Luft- und Wasserspeicher. Daher müssen wir die Baumarten einbringen, die er bevorzugt und verarbeitet (z.B. Edellaubholz, sonstiges Laubholz). Da ein großer Teil der Baumarten auch für Insekten lebenswichtig ist, muss die Entwicklung zu Regenwurm- und Insektenliebenden Dauerwäldern führen. Gesunde Böden mit hoher Regenwurmdichte liefern den notwendigen Wasserspeicher und die benötigten Nährstoffe. Die Humusmehrung und die notwendige Erhöhung der Bodenleistung ist die beste Anpassungsstrategie für die Zukunft.
Neben dem „lebendigen Boden“, ohne dessen Leistung keine Biomasseproduktion denkbar ist, nimmt das Wasser die zweite wichtigste Stellung ein. Dabei ist nicht nur an den vom Meer kommenden Regen zu denken, sondern auch der über kurze, intakte Kreisläufe erzielbare Niederschlag, über die Verdunstung der Vegetation, ist von höchster Relevanz. Dabei ist die Transpiration der Bäume und Wälder in der Vegetationsperiode entscheidend, denn ihre kühl-feuchte Luft (23-25°C am Tag) generiert wieder Niederschlag in der Region.
Daher benötigen wir gesamtheitliche Entscheidungen, die den langfristig höchsten Nutzen zum Ziel haben.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der LAG Traun-Alz-Salzach und von der Ökomodellregion Waginger See- Rupertiwinkel

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)

 

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