Agrarbündnis BGL/TS beim Regionaltag in Traunstein

Traunstein. (al) Neben vielen weiteren Anbietern von Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten aus der Region war auch das Agrarbündnis BGL/Traunstein mit einem großen Infostand beim kürzlich gehaltenen Regionaltag im Landwirtschaftsamt Traunstein vertreten. Am Stand lagen nicht nur vielerlei Broschüren und Infomaterial über die Ziele der Organisation selbst, sondern auch der ihr angeschlossene, wie dem BDM, AbL, Naturschutz, attac, ÖJV, Imkern und vielen weiteren. Der Stand wurde betreut vom Vorsitzenden des Agrarbündnisses, Leonhard Strasser und den angeschlossen Verbänden, die auf die Fragen der vielen Besucher bereitwillig Auskünfte gaben.IMG_0010
Wie inzwischen leidlich bekannt befasst sich das Bündnis nicht nur mit Fragen und Anliegen die unmittelbar die Agrarwirtschaft betreffen, sondern auch mit vielen weiteren damit verbundenen, wie Tier- Wasser- und Bodenschutz, sowie der generellen Lage der Landwirtschaft in der Region und darüber hinaus bis zu den unterentwickelten und Entwicklungsländern in Afrika und Asien. Auch die Zerstörungen durch Abholzen von Urwäldern und Luft- und Bodenverschmutzung sind Themen, die das Bündnis beachtet. Wie Leonhard Strasser meint, bräuchten wir ein komplett anderes System, um all diesen Belangen gerecht zu werden. Nicht Spekulation, oder Fläche, sollten gefördert und bevorteilt werden, sondern Tier- und naturgerechte Arbeit. Davon seien die gängige Politik und Wirtschaft aber noch sehr weit entfernt. Das Bündnis versuche deshalb gerade dort Einfluss zu gewinnen und diese Themen auf die Agenda zu bringen. Strasser sieht in dieser Beziehung einen zwar langsamen, aber stetigen Wandel, auch unter Bauern und Verbrauchern. Der Druck auf Politik und Wirtschaft müsse jedoch weiter erhöht und aufrecht erhalten werden, um konkrete Ziele zu erreichen.
Dieser Regionaltag, initiiert vom Landratsamt und seinem Leiter, Sigi Walch, sei ein Schritt in die richtige Richtung, meinen das Agrarbündnis und seine Partner und zeige auch offizielle Stellen seien sich inzwischen ihrer Verantwortung für eine regionale und eine Tier- und Naturgerechte Agrarwirtschaft bewusst. Es könne nicht weiterhin nur auf Wachstum und immer größere Strukturen gesetzt werden, zum Nachteil und der Zerstörung der Natur und der in der Region zum großen Teil noch immer vorherrschenden, kleinstrukturierten Landwirtschaft. Große Strukturen seien ohnehin nicht geeignet für die hügelige, teilweise bergige voralpine Topographie weiß das Agrarbündnis.
Auch auf den Nachbarständen des Agrarbündnisses, des BDM (Bund deutscher Milchviehhalter) und den regionalen Imkern wurden diese Ansichten vertreten. Wie Leonhard Strasser feststellte forme sich also eine breite und ansehnliche Front, der es endlich gelingen sollte eine Strukturänderung anzustoßen. Strasser und seine MitstreiterInnen zogen am Ende des Tages eine positive Bilanz, denn das Interesse des Publikums war groß und bei weitem die meisten der Standbesucher stimmten mit den Zielen des Bündnisses überein.

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