Wir haben es satt

Auch 2018 sind zur Agrardemo „Wir haben es satt“ anässlich der GRÜNEN WOCHE wieder viele Mitglieder des Agrarbündnises nach Berlin gefahren. Zusammen mit 33.000 Teilnehmern haben wir für eine andere Agrarpolitik demonstriert, für den Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung, für eine flächengebundene Nutztierhaltung, für das Verbot von Glyphosat und für den Schutz der Insekten, der gesamten Artenvielfalt und der natürlichen Ressourcen.
Neben dem BUND haben fast 50 Organisationen zu der Aktion aufgerufen, darunter auch die AbL, die Imkerverbände, der NABU, Slow food, Brot für die Welt und verschiedene Tierschutzorganisationen.
Für das Agrarbündnis stehen nicht nur faire Preise und eine sozial gerechte Bezahlung für die Landwirte weltweit im Vordergrund, sondern auch der schonende Umgang mit Wasser, Boden und Luft, eine an die Fläche gebundene Tierzahl und der Erhalt unseres Landschaftsbildes. „Wir wollen, dass es für jeden Betrieb eine Überlebenschance gibt, egal wie klein er ist, denn wir brauchen für den Erhalt der Ernährungssouveränität jeden Landwirt“ betont der Sprecher Leonhard Strasser. „Und die Wirtschaftsweise muss Rücksicht auf die Nutztiere wie auch auf die gesamte Artenvielfalt nehmen.“
Auch viele Mitglieder des Bund Naturschutz Traunstein waren mit dabei. „Eine ökologischere Landwirtschaft mit einer artgerechten Tierhaltung und die gentechnikfreie Fütterung ist unser Ziel“ betont die Kreisvorsitzende Beate Rutkowski. „Zudem brauchen wir eine umfangreiche Forschung, um einen Pflanzenschutz ohne insektenschädliche Chemie sicherzustellen. Glyphosat muss sofort verboten werden!“. Der zunehmende Rückgang der Insektenvielfalt auch in unserer Region zeigt, dass etwas nicht stimmt. Das habe nicht nur mit dem Einsatz von Spritzmitteln, sondern auch mit der Bodenbearbeitung, dem Angebot an Futterpflanzen und dem Verlust von nicht bewirtschafteten Bracheflächen zu tun.
Viele Teilnehmer haben betont, dass die gemeinsame Fahrt nach Berlin notwendig und hilfreich ist, um miteinander ins Gespräch zu kommen, gegenseitiges Verständnis für die Probleme der bäuerlichen Betriebe, der Imker, wie auch des Naturschutzes zu wecken und die Erkenntnis zu stärken, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten zu können.

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