Wir fahren nach Berlin

Das Agrarbündnis BGL/TS fährt vom 17.1.20 – 19.1.20 ab Traunstein mit den Bus nach Berlin zur Demo

Zusteige Möglichkeiten nach Bedarf, näheres nach Anmeldung

Anmelden möglichst bald, wegen Zimmerbuchung

Anmeldung unter   agrarbuendnis.bgl.ts@t-online.de

Aufruf zur Demonstration am 18. Januar 2020

Wir haben die fatale Politik satt! – Agrarwende anpacken, Klima schützen!
Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität
2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen.
Weil die Politik blockiert, rennt uns die Zeit weg. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Macht endlich eine Politik, die uns eine Zukunft gibt!

Essen ist politisch – für immer mehr Menschen!
In den letzten 10 Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden. Immer mehr Bäuer*innen bauen ihre Ställe um und erzeugen Lebensmittel ohne Gentechnik. Immer mehr Betriebe nutzen weniger Pestizide oder setzen komplett auf Bio. Bürgerinitiativen haben unzählige Tierfabriken verhindert, Volksbegehren kämpfen für Artenvielfalt und Foodsharing-Projekte retten wertvolle Lebensmittel vor dem Müll. Immer mehr Menschen kaufen konzernfreie Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Gemeinsam zeigen wir, wie Agrar- und Ernährungswende geht.

Ackerland in Bauernhand!
Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuer*innen bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Mit staatlicher Unterstützung kaufen Investor*innen immer mehr Ackerland, während allein in den letzten 10 Jahren hierzulande 100.000 Betriebe aufgeben mussten. Schluss damit! Fördergelder nur noch für Bauernhöfe, die die Tiere gut halten, Umwelt- und Klima schützen und gutes Essen für uns alle herstellen!

Wir haben Agrarindustrie satt!
Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das müssen wir stoppen!

Auf die Straße – für das Klima und die Landwirtschaft!
Ob dürre Äcker oder abgesoffene Felder – die Klimakrise lässt sich nicht ignorieren. Die Wissenschaft warnt schon lange, dass wir den Planeten mit der aktuellen Wirtschaftsweise zugrunde richten. Obwohl Hunderttausende für das Klima streiken, kommen von der Bundesregierung nur Bankrotterklärungen. Das haben wir satt!
Zum Auftakt der Grünen Woche, wenn sich die Agrarminister*innen der Welt in Berlin treffen, bringen wir unsere Forderungen in die Schlagzeilen. Während drinnen über Landwirtschaft, Fördergelder und Mercosur geredet wird, zeigen wir draußen mit unserem Massenprotest klare Kante: Landwirtschaft und Gesellschaft müssen jetzt klimagerecht umgebaut werden!

Wir fordern von der Bundesregierung:
• Die Agrarwende finanzieren – Bauernhöfe beim Umbau der Landwirtschaft nicht alleine lassen: Mit gezielten Subventionen und fairen Preisen sind artgerechte Tierhaltung und mehr Klima- und Umweltschutz machbar!
• Klares Veto gegen das Mercosur-Abkommen: Für gerechten Welthandel, globale Bauernrechte und konsequenten Regenwaldschutz!
• Nein zu den Industrie-Mogelpackungen: Gentechnik, Patent-Saatgut und der routinemäßige Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger verschärfen die Klimakrise und den Hunger!

Seid dabei: Kommt mit uns – der breiten, bunten und entschlossenen Bewegung – auf die Straße. Schnappt euch euren Kochtopf und schlagt mit uns Alarm für die Agrar- und Ernährungswende!

Demo: 18. Januar 2020 | 12 Uhr | Brandenburger Tor | Berlin

Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gutes Essen für alle +++ Für artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität und gerechten Welthandel +++ Für Gentechnikfreiheit vom Acker bis zum Teller +++ Für Klimaschutz und mehr Ökolandbau +++ Für echten Insektenschutz und den Pestizidausstieg +++ Für eine sozial-gerechte und ökologische EU-Agrarreform (GAP) +++ Für das Ende des ungezügelten Wirtschaftswachstums +++ Für eine Landwirtschaft, die mit gesunden Böden das Klima schützt +++ Für eine solidarische Welt – Geflüchtete willkommen +++

Die Auswirkungen von Pestiziden auf die Bodenfruchtbarkeit, das Bodenleben und die Artenvielfalt

„Die Auswirkungen von Pestiziden werden systematisch unterschätzt“
Landkreis Traunstein/BGL.(Gitti Sojer) Zu einem Vortrag von Dr. Johann Zaller lud das Agrarbündnis Traunstein-Berchtesgadener Land in Kooperation mit der Ökomodellregion Waginger SeeRupertiwinkel ins Gasthaus Glück nach Ledern ein. Im Fokus des Abends standen die Auswirkungen von Pestiziden auf die Bodenfruchtbarkeit, das Bodenleben und die Artenvielfalt. Das Projekt wurde von LEADER mit Unterstützung der LAG Traun-Alz-Salzach gefördert.
Wie wirken sich Umweltveränderungen und der Einsatz von Pestiziden auf Organismen und Ökosystemfunktionen aus? Wie wirkt sich der Einsatz von Pestiziden auf die Bodenfruchtbarkeit aus? Über diese Fragen klärte Johann Zaller, Professor für Ökologie an der Universität für Bodenkultur in Wien, auf. Der Wissenschaftler forscht seit Jahren über Pestizide und deren Nebenwirkungen, ist Mitherausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften, Experte der österreichischen Biodiversitätskommission und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des WWF Österreich. Er hat unter dem Titel „Unser täglich Gift“ ein aufrüttelndes Buch über Pestizide geschrieben. Mehr von diesem Beitrag lesen

Termine für Filmvorführungen „WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD“

 

Idyllisches Stelldichein im Grünen, von links Schorsch Planthaler (Moderator Film), Beate Rutkowski (Bund Naturschutz), Leonhard Strasser (Sprecher Agrarbündnis)

DVD unter       agrarbuendnis.bgl.ts@t-online.de

„WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD“ zeigt das Schöne und das Besondere unserer Heimat im Chiemgau und Rupertiwinkel.

„WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD“ zeigt Menschen, Vordenker, Visionäre welche unserer Heimat ein Gesicht geben.

„WEILOISIRGENDWIAZAMHÄNGD“ zeigt aber auch, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben……. Mehr von diesem Beitrag lesen

Das Sterben der anderen

Ein Plädoyer für Artenvielfalt
Weibhausen. (al) Leonhard Strasser, Sprecher des Agrarbündnisses BGL / Traunstein, bei dem mehrere, regionale und überregionale Organisationen, wie der AbL, attac, der BUND, der bayerische Bienenzüchterverband und weitere Mitglieder sind, konnte neulich einen prominenten Gast als Sprecherin im Gasthaus Alpenblick in Weibhausen begrüßen. Gekommen war Dr. Tanja Busse, Landwirtschafts- und Ökoexpertin, die vor kurzem ihr neuestes Buch; „Das Sterben der Anderen“, vorgestellt hat. Darin beklagt Busse das Verschwinden von Bienen und Insekten. Es seien aber nicht nur diese, sondern, weil in der Natur Alles mit Allem zusammenhängt, auch viele weitere Arten von Pflanzen und Tieren. Mehr von diesem Beitrag lesen

Das Reh – Tier des Jahres 2019

Unser Mitglied des Agrarbündnis BGL/TS  die ÖJV Regionalgruppe Südostoberbayern

organisiert eine Infoveranstaltung

Zum Reh, dem Tier des Jahres 2019 der Deutschen Wildtierstiftung

Rehe: Äußerst erfolgreich – auch ohne Fütterung?

Wonneberg.(von Christiane Giesen) Rehwild gibt es seit zehn Millionen Jahren. Sind die Rehe am Aussterben, weil heute zu viele geschossen wer-den? Ist der Wald durch den Wildverbiss in akuter Gefahr? Bei einer sehr gut besuchten Info- und Diskussionsveranstaltung im Gasthof Alpenblick in Wonneberg diskutierten Jäger, Förster, Waldbauern und andere Interessierte zum Thema „Rehe: äußerst erfolgreich auch ohne Fütterung?“ Mehr von diesem Beitrag lesen

Ein vielfältiges Plädoyer für Bio-Landwirtschaft und Bio-Lebensmittel

Die Podiumsteilnehmer an der Diskussion beim Hoffest auf der Fürmann Alm; v. l.: Christa Hainz, Hans Glück, Matthias Spiegelsperger, Liesi Aschauer, Hans Urbauer, Appolonia Wolfgruber, Josef Loimer und Hias Kreuzeder. Foto: Albrecht

Anger / Fürmann Alm.

(al) Draußen regnete es, aber im als Veranstaltungssaal hergerichteten gemütlichen alten Heuboden auf der Fürmann Alm wurden für die Zuhörer im fast vollen Saal leidenschaftliche Plädoyers für die Bio-Landwirtschaft gehalten. Die Betreiber der Alm, Gertraut Angerpointner und Georg Planthaler hatten Bio-Bauern, eine Bio-Bäckerin und einen Bio-Weinbauern als Sprecher eingeladen, um ihre Erfahrungen mit der Bio-Landwirtschaft zu vermitteln. Sieben von ihnen, Liesi Aschauer, Hans Glück, Christa Hainz, Hias Kreuzeder, Matthias Spiegelsperger, Hans Urbauer und Appolonia Wolfgruber, waren aus der näheren Umgebung, einer, Hans Laimer, ein Bio-Weinbauer, war aber aus der fernen Wachau gekommen, um über den Bio-Weinbau dort zu berichten. Mehr von diesem Beitrag lesen

Der Wald ist nicht nur Schauplatz für Märchen, Sagen und Legenden

Dieser Artikel ist erschienen in den

Ökosozialen Zeitansagen
Heimat Europa gestalten
Ökosoziales Forum Niederalteich
ISBN 978-3-95907-018-8

Unser Wald – ein Plädoyer

Weißt du was ein Wald ist? Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz? Oder ist er eine grüne Menschenfreude? (Berthold Brecht)

Wir brauchen den Wald
Alle wollen was von ihm: Er ist Sauerstofflieferant und filtert die Luft, speichert Regenwasser und reinigt unser Trinkwasser, ist Klimaregulator und kann der Atmosphäre große Mengen CO2 entziehen. Im Gebirge schützt er vor Lawinen und Steinschlag. Er ist Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten, Mehr von diesem Beitrag lesen